Für wen sind manuelle Therapien geeignet?

Für alle Menschen, jeden Alters, sofern es keine begründeten Kontraindikationen gibt.

Ich möchte mit meinen Therapien aber auch ganz besonders Kinder und Jugendliche, Mütter von Säuglingen und Kleinkindern und alte Menschen ansprechen.

 

Säuglinge

Ihr wenige Wochen alter Säugling schreit unentwegt? Trotzdem er gestillt und gewickelt ist und Sie immer in seiner Nähe sind? Manchmal sind es tatsächlich nur die berühmten 3-Monatskoliken.

Oft verbergen sich aber schlichtweg Fehlhaltungen hinter der lautstark geäußerten Unzufriedenheit des Säuglings, besonders, wenn die 3-Monatskoliken seit 7 Monaten andauern… Ihr Säugling hält den Kopf immer schräg zur gleichen Seite? Wenn er auf dem Bauch liegt, werden unterschiedlich ausgeprägte Pofalten sichtbar? Sie haben den Eindruck, die Beine sehen unterschiedlich lang aus? All dies sind Hinweise auf eine wahrscheinlich durch den Geburtsvorgang beigebrachte Fehlhaltung, die sanft und schmerzlos korrigiert werden kann. Im Übrigen können solche Fehlhaltungen auch bei Kaiserschnittgeburten oder falschem Handling beim Wickeln oder Aufnehmen des Kindes entstehen.

 

Mütter

Die Zeit des Wochenbetts ist vorbei, der Kursus für Rückbildungsgymnastik liegt ebenfalls seit zwei Monaten hinter Ihnen, aber irgendwie tut es immer noch im unteren Rücken weh – gestern hatten Sie Hexenschuss und letzte Woche diese unangenehme Geschichte an Ihrer Halswirbelsäule.

Schwangerschaft und Geburt bringen so einiges im Körper durcheinander. Hormone sorgen in Vorbereitung auf die Geburt für eine Erweichung des Bindegewebes und eine außerordentliche Dehnbarkeit von Bändern und Sehnen. Und das unter einer Belastung, bei der ein festes Bindegewebe für Muskulatur und Gelenke viel sinnvoller wäre. Häufig kommt es noch vor oder während der Geburt zu Verschiebungen des Kreuzbeins, was zu einem Beckenschiefstand  und einer Verschiebung einzelner Wirbelkörper führen kann. Ein Problem, das zu Schmerzen führt, die Spinalnerven beeinträchtigt und sich nicht von selbst erledigt. Manuelle Therapien können hier besonders sinnvoll zum Einsatz kommen.

 

Kinder und Jugendliche

Dem vormittäglichen Stillsitzen in überfüllten, lauten Klassenzimmern folgt das nachmittägliche Sitzen an den Hausaufgaben, am PC oder der ganztägige Umgang mit dem Smartphone: immer leicht vornüber gebeugt, den Kopf stets zu einer Seite oder tief nach vorne geneigt – so schlurfen bereits 10-jährige durchs Leben und arbeiten ohne es zu wissen, an der Entstehung einer bis zum Buckel verkrümmten Wirbelsäule. Zum Glück klagen schon Kinder und Jugendliche deswegen über schmerzhafte Verspannungen. Zum Glück deshalb, weil die Fehlhaltungen dann häufig noch rechtzeitig entdeckt werden und man mit einem gesunden Konzept aus Bewegung, Physiotherapie und manueller Therapie wirksam helfen kann. Dazu gehört natürlich ein sinnvoller Umgang mit Smartphone & Co.

 

Senioren

Die Frage ist nicht, ob Gelenk-, Rücken-, und Muskelschmerzen auftreten, sondern wann, denn der Alterungsprozess zollt seinen Tribut. Alterungsbedingte Einschränkungen durch Arthrose kommen hierbei mit Abstand am häufigsten vor. Gegen die Arthrose als solche kann auch die manuelle Therapie nichts ausrichten – wohl aber ihre Folgen, die schmerzhaften Einschränkungen lindern und eine bessere Durchblutung aller Gewebe herbeiführen, so dass

Schmerzmittel reduziert oder ganz weg gelassen werden können und die Beweglichkeit erhalten bleibt. Denn gerade ein von Arthrose geplagtes Gelenk benötigt die Bewegung, um die Ernährung des noch vorhandenen Knorpelgewebes zu gewährleisten.